Geschichte

Ende der 80er-Jahre war es für Eltern noch sehr schwer bis unmöglich, einen geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kleinkind zu finden. Nach Auslaufen der Karenzzeit war es für Mütter geradezu eine Quadratur des Kreises, eine gute UND finanzierbare Unterbringung zu organisieren. Einige kreative und mutige Frauen haben nach dem Vorbild der in Wien schon arbeitenden Kinderläden zur Selbsthilfe gegriffen.
Sie haben mit Gleichgesinnten einen Verein gegründet, einen geeigneten Raum angemietet, eine Betreuerin angestellt und so in Tirol die erste selbst- oder elternorganisierte Kindergruppe gegründet. Klingt alles sehr einfach. Aber von der Idee bis zum ersten Kindergruppentag ist es ein langer und oft genug dorniger Weg. Diese Frauen wollten ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch anderen suchenden Müttern zur Verfügung stellen. Den räumlichen und organisatorischen Rahmen hat anfangs das Eltern-Kind-Zentrum zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage nach Hilfestellung wurde sehr bald für die ehrenamtlich arbeitenden Frauen neben ihrer eigenen Familie und oft auch Berufstätigkeit zu viel.
1990 wurde der Dachverband "Verein Selbstorganisierte Kindergruppen Tirol" gegründet, drei Jahre später ein kleines Büro angemietet und eine Beraterin, Geschäftsführerin - kurz Mädchen für alles, - Katarina Dennhardt - eingestellt. 1993 zählte der Verein 13 Mitgliedsgruppen. Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl fast versechsfacht.
Am 30. November 2010 wurde bei der Generalversammlung der Verein in "Dachverband Selbstorganisierte Kinderbetreuung" umgenannt, da die selbstorganisierte Betreuung sich auf verschiedenste Kinderbetreuungseinrichtungen ausdehnt. Heute sind nicht nur Kindergruppen und Spielgruppen "selbstorganisiert", sondern auch Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und sogar Schulen.