Abschlussprojekt

Zur Erarbeitung des Abschlussprojekts und der Präsentation sind etwa drei Monate Zeit. Dabei ist wichtig, stärker auf den Prozess des Planens, Durchführens, Erprobens etc. zu achten als auf ein „perfektes Endprodukt".

Die TeilnehmerInnen stellen in der Abschlussarbeit eine Frage - und versuchen sie zu beantworten. Eine gute Antwort ist aber nicht notwendigerweise eine wissenschaftlich ausgefeilte Abhandlung. Unter Umständen kann es für die Arbeit in einer Kinderbetreuungseinrichtung viel hilfreicher sein zu erkennen, dass eine Frage nicht wie erwartet zu beantworten ist. Dann ist es aber nötig, dass die TeilnehmerIn nach den Gründen dafür fragt und weiterführende Fragestellungen entwickelt/konzipiert etc.

Auch ein gescheitertes Projekt kann die Grundlage einer guten Abschlussarbeit sein, wenn der/die TeilnehmerIn aus dem Scheitern Schlüsse ziehen kann, die ihn/sie weiterbringen. Kritische Phasen eines Projekts sind für unsere Arbeit aufschlussreicher als allzu „glatte" Abläufe.

Die TeilnehmerInnen geben mit ihrer Arbeit in einem Teilbereich darüber Aufschluss, was sie im Bildungszyklus an Kompetenz und Erfahrung gewonnen haben.

Sie zeigen, dass sie sich um Verstehen und persönliche Weiterentwicklung bemühen.

Sie müssen erklären, warum sie genau diese Fragestellung gewählt haben und was sie mit ihrer Kinderbetreuungspraxis zu tun hat. Sie zeigen, dass sie hinterfragt und reflektiert haben; warum die Fragestellung zielführend war oder nicht; warum die Antwort eindeutig war oder nicht; welche Fehler und Mängel sie erkannt haben und auf welche infolgedessen auftretenden Fragen die Antwort verweist; was sie als problematisch erlebt haben; was der Beantwortung im Weg gestanden hat und wovon sie sich Unterstützung erwarten; woran sie selber weiterarbeiten wollen; welche Erkenntnis sie für den konkreten Einzelfall gewinnen können und welche sie eventuell verallgemeinern können.

 

 

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